Gruppenbild vom Kulturausflug 2012 in Schwäbisch Hall

Gemeinsam vieles erleben

Für unser Theater sind wir gern im Einsatz. Ebenso gern aber mischen wir uns unters Publikum und besuchen Aufführungen anderer Theatergruppen. So treffen sich Interessierte jedes Jahr, um Produktionen befreundeter Vereine zu besuchen.

Für Theaterbesuche bildet die Schweizer Grenze kein Hindernis: Wer immer kann, nimmt am mehrtägigen Kulturausflug nach Deutschland teil, um professionelle Darbietungen zu bewundern oder kritisch zu beurteilen.

Letztmals hat unsere Kulturreise 2019 stattgefunden; sie war ein Erlebnis erster Güte!

Selbstverständlich gibt es auch Vereinsanlässe. Von der obligaten Hauptversammlung abgesehen, treffen wir uns am Ende jeder Spielzeit zum Saisonschluss-Essen. Wer Zeit und Lust hat, kann am Fondue-Plausch teilnehmen – unsere Treffen sind beliebig erweiterbar.

Tätigkeitsprogramm

Damit alles Rund läuft

Ohne Vorstand klappt wenig, ohne Mitglieder aber geht gar nichts...

Wenn das Publikum am Ende einer Vorstellung applaudiert (hoffentlich!), honoriert es wohl in erster Linie die Leistung der Darstellerinnen und Darsteller, und diese nehmen das Lob dankbar entgegen. Damit aber eine Theaterproduktion auf die Bühne gelangt, braucht es immer weitere Personen, die während unzähligen Stunden all die Arbeiten ausführen, die zum Gelingen eines Theaterabends beitragen.

Was wäre Theater ohne ein raffiniertes und ansprechendes Bühnenbild? Wieviel Arbeit in diesen Bauten steckt, kann man sich nur vorstellen, wenn man schon selber Hand angelegt hat. Und das Licht! Dass zur rechten Zeit am rechten Ort der richtige Scheinwerfer den richtigen Schein wirft, erfordert Wissen, Können und Einsatz.

Für den Zuschauer offensichtlicher sind Maske und Kostüme, ohne die sich die Schauspieler wohl ziemlich nackt fühlen würden. Und natürlich braucht es immer auch Requisiten. Woran soll man sich denn sonst festhalten? Erwähnt werden sollen auch all die hilfreichen Geister an der Kasse und hinter der Bühne. Ganz besonders freuen wir uns, wenn auch Personen mitwirken, die nicht unserem Vereins angehören. Erfreulicherweise gibt es immer wieder Theaterbegeisterte jeden Alters, die uns helfen.

Der Applaus, den die Akteure auf der Bühne entgegennehmen, gilt immer auch all jenen,

die nicht auf der Bühne stehen können oder wollen, aber Grosses im Hintergrund leisten.

 

Vorstand & Vereinsleitung 

Co-Präsidium
Helene Heller
Kürzematt 8
4515 Oberdorf
032 621 78 70
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CO-Präsidium
Danièle Themis
Bahnhofmatte 3
3312 Fraubrunnen
031 769 05 70
E-Mail senden

 

Kassier
Hubert Helfer
Neufeldweg 3
3252 Worben
079 197 53 87
E-Mail senden

 

Sekretärin
Sylvia Ernst
Ischlagweg 1
4913 Bannwil
062 963 00 21
E-Mail senden

 

Spielkommission
Isabelle Steiner
Juraweg 4 
3303 Jegenstorf
031 761 33 31
E-Mail senden

 

Public Relations
Hanspeter Kunz
Innerhofweg 4
3324 Hindelbank
076 417 31 85
E-Mail senden

 

Bau-/Bühnenkommission
Simon Heiniger
Willenweg 38
3312 Fraubrunnen
031 767 88 68
E-Mail senden
Technik
Kurt Baumgartner
Iffwilstrasse 44
3303 Jegenstorf
031 761 21 62
E-Mail senden

Wirken Sie bei uns mit!

Nutzen Sie ihr Talent in der Freizeit und wirken Sie bei uns mit! Falls Sie das Rampenlicht scheuen, ist das kein Hinderungsgrund. Denn gefragt sind die vielfältigsten Fähigkeiten: handwerkliche beim Bühnenbau, technische beim Beleuchten, administrative im Vorstand, mimische im Spiel und kreative allüberall.

Schnuppern Sie unverbindlich Theaterluft und Geselligkeit. 44 Mitglieder freuen sich auf Sie.

 

Mitglieder Remise-Bühni Jegenstorf

Finanziell unterstützen uns treue Passivmitglieder sowie Gönnerinnen und Gönner. Ihnen allen danken wir herzlich!

Jede Menge Arbeit bis die Remise in ein
Theaterlokal umgebaut ist!

Zwei Meilensteine prägen unsere Vereinsgeschichte

Die Initiative, in Jegenstorf ein Kleintheater zu gründen, ging von Walter Fankhauser aus. Nachdem er einige Zeit in Solothurn Theater gespielt hatte, reizte ihn die Idee, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Unterstützung erhielt er rasch: von Alexander Bernhard, Helene Heller und Marlies Huggenberger.

Der erste Meilenstein
1977 fällt der Startschuss: In ungezählten Fronarbeitsstunden entrümpeln die Idealisten mit Helferinnen und Helfern die schmuddelig-düstere Remise beim Wirtshaus «Brauerei», die zuletzt als Kohlenkeller gedient hat, und bauen die Lokalität in ein schmuckes Kleintheater um. Bereits ein Jahr später verwirklicht der neu gegründete Jegenstorfer Theaterverein eine Produktion und besteht mit Max Frischs Drama «Biedermann und die Brandstifter» in einer selbst verfassten Mundartversion die Feuertaufe mit Bravour.

Im Gründungslokal wurden 25 Produktionen realisiert

Ab jetzt ist der zunehmend wachsende Verein Anstifter weiterer ‹Theaterbrände› und findet über die Region hinaus Beachtung. Doch dann fällt nach 27 Jahren das Verdikt: Wir können die Lokalität nicht mehr länger nutzen. Damit stellt sich die Frage:

Sollen wir den Verein auflösen oder weitermachen? Wir entscheiden uns für Letzteres und suchen intensiv einen neuen Wirkungsort. Die Gemeinde Jegenstorf und das Glück stehen auf unserer Seite: Die Mostereigenossenschaft Jegenstorf und Umgebung ist bereit, uns die Räume ihrer einstigen Mosterei zu vermieten. Witzig dabei: Von der ehemaligen ‹Brauerei› geht›s jetzt zur ehemaligen ‹Mosterei›...

Noch ist der Umzug aber nicht spruchreif. Denn: Obwohl wir – wie seinerzeit bei der Gründung unseres Theaters – möglichst viel selber bauen wollen, kostet die Realisierung des neuen Theaters rund 120›000 Franken! Wir suchen also Sponsoren und sammeln mit Aktionen ‹Baubatzen›. Der Einsatz zahlt sich aus, fliessen doch nahezu 80›000 Franken in unsere Kasse. Zusammen mit dem Erspartem kann der Innenausbau beginnen, zumal inzwischen auch die Baubewillung vorliegt.

Fortsetzung und doch Neubeginn – die Zuschauertribüne entsteht...

Der zweite Meilenstein
Nicht ohne Wehmut verabschieden wir uns nach der letzten Vorstellung vom angestammten Ort und räumen an drei Wochenenden das liebgewonnene Theater: entsorgen Unbrauchbares und zügeln noch verwendbares Bau- und Kulissenmaterial sowie den Fundus und das Archiv in den Estrich der neuen Örtlichkeit, die von der Mostereigenossenschaft sanft renoviert worden ist.

Gemäss dem Bauplan des Architekten Pierre Schenk schaffen ortsansässige Firmen als Erstes die grundlegende Infrastruktur und ab September 2004 greifen dann wir Vereinsmitglieder zu Schraubenzieher, Säge, Hammer, Pinsel und was der Werkzeuge mehr sind.

Unser Wirkungsort: die ehemalige Mosterei am Neuholzweg 1 in Jegenstorf

In über 800 ehrenamtlichen Arbeitsstunden wird nun Samstag für Samstag und oft auch nach Feierabend der Innenraum auf- und ausgebaut. Einige opfern dazu sogar ihre Ferien!

Einen titanischen Einsatz leisten unser damaliger Präsident Fredi Stettler sowie unser Techniker Heinz Deriaz.

Parallel zur Bauarbeit wird Neil Simons Stück «Brooklyn-Memoiren» einstudiert. Obwohl am Limit angelangt, erreichen wir unser ehrgeiziges Ziel und können am 15. April 2005 termingemäss im neuen Kleintheater die Premiere feiern.

Was bisher geschah...

Erklärtes Ziel unserer Theatertätigkeit ist es, dramatische Werke der Weltliteratur in eigenen Dialektfassungen einem breiten Publikum näherzubringen. Davon sind wir bisher nur dreimal abgewichen: 1989 mit einem hochdeutsch gespielten Stück und 1993 mit einer Werkstatt-Produktion, die ja nicht ‹Weltliteratur› ist. Letzteres gilt – jedenfalls aus heutiger Sicht – auch für die Produktionen in den Jahren 2011, 2014 und 2015.

Anfänglich haben wir auch die Titel der Theaterstücke in die Mundart übersetzt. Das ist seit 20 Jahren nicht mehr der Fall – zum Teil aus urheberrechtlichen Gründen. Ausnahmen bilden die Stücke «Schwyg, Bueb!» (1999), «Anderson – dr Lüchtturm» (2011) und die beiden von unserem Mitglied Danièle Themis verfassten Figurentheater «D›Stampfimatt» (2011) und «Wiehnachtsabetüür» (2012), die sich mit den Werken von Otfried Preussler (2001) und Sven Nordqvist (2007, 2010, 2014, 2017) zu den Zweitproduktionen für Theaterbesuchende ab vier Jahren gesellen. Die jüngste Zweitproduktion lief Ende 2018 über die Bühne.

Unsere Inszenierungen erfolgen unter professioneller Regie. Bis heute waren 23 verschiedene Regieprofis bei uns im Einsatz.

Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht über unsere bisherigen Produktionen.

2019

Coline Serreau

Hase Hase

Regie: Reto Lang

Es ist eng bei der siebenköpfigen Familie Hase – räumlich wie finanziell. Das schmälert den fürsorglichen Einsatz und Elan der Mutter keineswegs. Ganz im Gegenteil: Probleme spornen sie an, bringen sie gewissermassen in ihr Element. Immerhin sind jetzt bessere Zeiten in Sicht: Ihr Mann erhält demnächst eine Lohnerhöhung, der älteste Sohn kann als angehender Arzt mit einem guten Einkommen rechnen und der mittlere hat als Dolmetscher in Brüssel bereits eine einträgliche Tätigkeit. Auch haben sich nach der Heirat der ältesten Tochter Sorgen und Ausgaben reduziert, was mit der bevor­stehenden Hochzeit der zweiten Tochter nochmals der Fall sein wird. Bleibt noch der Familienjüngste, der mit zwei Nagezähnen zur Welt gekommen ist und deswegen den Vornamen Hase trägt. Er ist ein Mathematiktalent, Fan von Science-Fiction-Romanen, verhält sich etwas sonderlich und scheint wenig geerdet. Aber das beunruhigt die Mutter nicht weiter. In ihrer unermüdlichen Tatkraft und unerschütterlichen Gutgläubigkeit verkennt sie allerdings die Realität und ahnt nichts von der Katastrophe, die über ihre Familie und die gesamte Gesellschaft hereinbricht und vorder- wie hintergründig die regierungsamtliche Proklamation «Alles geht gut» Lügen straft. Wie in anderen Werken durchmischt die Autorin auch in diesem Stück die Darstellung sozialer und politischer Probleme mit fantastischen und utopischen Elementen.

Originaltitel: «Lapin Lapin»

Presse: Berner Zeitung

2018
Szenenbild

Alan Ayckbourn

Jeder kann es gewesen sein

Mundartfassung und Regie: Marcel Reber

Drei Geschwister: ein Komponist, dessen unaufgeführte Werke sich bis zur Decke stapeln, eine Schriftstellerin, die auf 34 unvollendeten Romanen sitzt, ein Maler, von dem kein Gemälde je den Weg aus dem Atelier gefunden hat. Dazu eine Tochter, die trotz vielseitigem Kreativunterricht keine sinnvollere Tätigkeit findet, als sich mit Kuchen vollzustopfen. Ein erfolgloser Privatdetektiv, nach bitterer Selbsterkenntnis der unkreative Störfaktor im Haus. Und schliesslich ein sich abzeichnender Konflikt um das Familienerbe...

All das ist idealer Komödienstoff für einen Autor mit Sinn für schräge Handlung, Situationskomik und profilierte Darstellung menschlicher Eigenheiten.

Eines Tages liegt ein Mitglied der Familie Schenk tot am Boden und jedes der anderen könnte dafür verantwortlich sein: ein Motiv hätten alle. Aber wer war es wirklich?

Der Autor hat die Handlung so aufgebaut, dass sich mit wenigen Änderungen ein ganz anderer Blickwinkel auf das Geschehen ergibt. Damit entstehen drei Lösungen des Kriminalfalls...

*Originaltitel: «It Could Be Any One Of Us»

Presse: Berner Zeitung

2018 Kinderstück
Szenenbild

Simon Burkhalter und Danièle Themis

Schnee im Winterwald

Regie: Simon Burkhalter

Die Mäuse Milli und Molli toben durch den ersten Schnee. Da erreicht sie die Nachricht, dass ihr Lieblingsonkel zu Besuch kommt. Die beiden machen sich blitzartig an die Vorberei­tun­gen. Dabei läuft allerdings nicht alles rund... Das amüsante Kinderstück mit dem Postboten Hase, dem sprechenden Schneemann, der Eule, dem Fuchs und der lärmempfindlichen Taube hat 34 erfolgreiche Aufführungen erlebt.

Presse: Fraubrunner Anzeiger

2017

Curt Goetz

Dr. med. Hiob Prätorius

Regie: Hans Peter Incondi

Hiob Prätorius ist ein unkonventioneller Arzt. So sehr er bei Kranken und Medizin Studierenden beliebt ist, so sehr er­weckt er im Berufskollegium Misstrauen. Deswegen hat er sich vor einem ärztlichen Fachgremium zu verantworten. Zu klären hat der umstrittene Arzt da einiges: Ist er ein Kurpfuscher? Und wer ist sein kurioser Bediensteter? Hiob Prätorius kann alle Misstrauensvoten entkräften. Nach diesem ‹Verhör› fährt Prätorius mit seiner Frau zur Oper. Dabei ereignet sich ein Auto­unfall, den beide nicht überleben. Das gibt Anlass zu neuen Spekulationen... Das siebenteilige Theaterstück lebt von brillanten, heiter wie nachdenklich stimmenden Dialogen.

Presse: Fraubrunner Anzeiger

2017 Kinderstück

Sven Nordqvist

Pettersson und Findus mit nöije Abentüür

Regie: Renate Adam

Mit seinem quirlig-optimistischen Wesen sorgt Findus dafür, dass Pettersson sein Alter ver­gisst und seinem Kater alles ermöglicht, was Spass machen könnte – auch wenn ihn der Nachbar Gustavson deshalb belächelt. Und wie ge­wohnt liefern die Hühner Henni und Gick zu jedem neuen Vorhaben das Salz in der Suppe oder das Gelbe vom Ei. Sie tippen sich oft an die gefiederte Stirn, sind aber auch gerne mit von der Partie, wenn Kater Findus neues Leben auf den Hof bringt – sei es mit einem hindernisreichen Zelten, einem geplünderten Gartenbeet, in dem Fleischpflänzchen wachsen sollten, mit schlaflosen Nächten aus Angst vor dem Fuchs...

Presse: Chrut & Rüebe

2016

Henrik Ibsen

Hedda Gabler

Regie: Andreas Berger

Hedda Gabler hat den angehenden Professor Jörg Tesman geheiratet und bezieht nach einer aus­ge­dehn­ten Hochzeitsreise eine schicke Villa. Eigentlich mangelt es ihr an nichts – und doch ist die schwan­gere junge Frau unerfüllt. Die Ehe mit dem gutmütigen wie lang­weiligen Wissen­schaft­ler scheint für sie ein goldener Käfig zu sein, in dem sie im Zwiespalt zwischen eigenständiger Un­ge­bun­den­heit und pflichtbewusster Gebundenheit lebt. Ihrer Umwelt gegenüber verhält sie sich distanziert und oft schnippisch abweisend. Als ihr Exfreund aufkreuzt, begleitet von ihrer ehemaligen Jugendfreundin, wirkt Hedda Gabler zu­neh­mend intrigant. Geschieht dies, weil der einst labile Exfreund unerwartet die Karriere ihres Mannes gefährdet? Oder weil ihre Jugendfreundin so lebt, wie sie auch leben möchte? Oder weil sie einmal im Leben die «Macht über das Schicksal eines anderen Menschen» haben möchte, wie sie selber sagt? Solche und weitere ‹Oder›-Fragen vermischen sich zu ‹Und›-Fragen und bewirken, dass Hedda Gabler – Tochter eines ranghohen Militärs – in ihrem von der Erziehung und dem sozialen Status ihrer Herkunft geprägten Leben keine Perspektiven mehr sieht.

Presse: Fraubrunner Anzeiger

2015

Andreas Berger

Uraufführung: Liebeslust und Liebesfrust

Regie: Andreas Berger

Vier Männer der Berner Volksbank treffen sich regelmässig in der Firmenfussballmannschaft. Nach einem verlorenen Spiel sitzen sie in einem Restaurant, wo sich herausstellt, dass sie auch in ihren Beziehungen nicht gerade erfolgreich sind. Von einem extensiven Alkoholkonsum gefördert, beschliessen sie, ein Jahr mit keiner Frau zu verkehren – berufliche Angelegenheiten ausge­nommen. Wer die Abmachung bricht, muss die anderen in ein Luxus-Hotel einladen. Als die vier ‹Asketen› jedoch im Rahmen von Fusionsgesprächen mit der Berner Sparkasse auf vier Frauen treffen, gerät der Vorsatz ins Wanken: Jeder verliebt sich in eine der Frauen. Was das Ganze verkompliziert: Jeder war bereits mit einer der Frauen liiert oder lebt in Scheidung... Andreas Berger hat das Stück eigens für uns geschrieben und sich dabei von Shakespeares Lustspiel «Love's Labour's Lost» inspirieren lassen..

Presse: Fraubrunner Anzeiger

2014

Corina Rues-Benz

Mordsfrauen Tramödie hinter Gittern

Regie: Renate Adam

Ein Wasserschaden ist angbelich der Grund, dass fünf inhaftierte Möderinnen in den engen Abstell­raum des Gefängnisses verlegt werden. So treffen unterschiedlichste Charaketere aufeinander und Konflikte bleiben nicht aus. Einzelschicksale und deren Verdrän­gung, verbindende und trennende Lebenssituationen treten ebenso zutage wie individuelle Zukunftsperspektiven. Die Aufführung bietet psychologische und gruppendynamische Einblicke ins Gefängnisleben.

Presse: D'Region

Presse: Theater Zytig

2014 Kinderstück

Sven Nordqvist

Pettersson und Findus 

Regie: Renate Adam

Sieben Jahre nach der Erstaufführung erlebt das Stück eine Reprise, dies unter gleicher Regie, mit den fast ausnahmslos gleichen Spielerinnen und Spielern und mit dem gleichen Erfolg. Alle 41 Vorstellungen (!) fanden regen Beifall...

Auf dem Bauernhof von Pettersson ist immer etwas los – dies besonders, weil sein Kater Findus drei Mal im Jahr Geburtstag hat und Pettersson dabei immer eine Pfannkuchentorte backen soll. Bis aber Geburtstag gefeiert werden kann, müssen Pettersson und Findus viele spannende Abenteuer bestehen. Einmal gilt es, den verschollenen Schlüssel aus dem Brunnen zu fischen, einen kaputten Fahrradreifen zu reparieren oder den Stier des Nachbarn zu überlisten. Dazu haben die beiden Hühner von Pettersson immer einen flotten Spruch und sparen nicht an treffenden Kommentaren. Aber Achtung: Auch der Fuchs treibt sich in der Gegend herum. Der mürrische Nachbar Gustavsson ist ihm dicht auf den Fersen...

Presse: Fraubrunner Anzeiger

2013

Anton Tschechow

Onkel Wanja

Regie: Brigitte Bissegger

Seit dem Tod ihrer Mutter lebt Sonja bei Onkel Wanja und hilft ihm, das verschuldete Landgut zu verwalten. Nahezu alle Einnahmen lassen die beiden Professor Serebrjakow, Sonjas Vater, zukom­men. Als dieser mit seiner jungen zweiten Frau eintrifft, gerät der harte, aber eintönige Alltag der Gutsbewohner und -besucher aus dem Lot: Wünsche und Sehnsüchte, Wut und Hass blitzen auf – und verblassen wieder im Alltag. Tschechows Stück stellt die Frage, wie man leben soll bzw. warum man nicht lebt, wie man leben könnte. Und so steht denn auch nicht das äussere, sondern das innere Geschehen im Zentrum.

Originaltitel (transkribiert): «Djadja Vanja»

Presse: D'Region

2012

Georges Feydeau

Floh im Ohr

Regie: Hans-Peter Incondi

Monsieur Chandebise ist ein treu liebender Ehemann. Das zumin­dest glaubt seine Frau Raymonde. Bis sie eines Tages ein paar Hosen­träger zugeschickt bekommt, die ihr Mann in einem zwie­lichtigen Hotel zurück­gelassen haben soll. Erbost plant die ge­prellte Ehefrau Rache. Und schon nimmt eine rasante Komödie ihren Lauf: Denn in dem besagten Hotel wird nicht nur geliebt und gestritten, sondern ein Angestellter, Poche, ist Monsieur Chandebise in Stimme und Aus­sehen derart ähnlich, dass es zu weiteren Verwirrungen kommt.

Originaltitel: «La puce à l'oreille»

2012 Kinderstück

Danièle Themis

Wiehnachtsabetüür

Ein Figurentheater

Mit der Geschichte «Wiehnachts­abetüür» knüpft die Autorin ans Figurenstück «D'Stampfimatt» an, das sie anlässlich des Jegens­torfer Dorffestes 2011 für unser Theater verfasst und zusammen mit Marianne Hiltbrunner aufgeführt hat. Die Begeisterung des Publikums hat sie animiert, erneut eine fantasievolle und spannende Produktion auf die Bühne zu bringen. Der Beifall des Publikums blieb auch diesmal nicht aus.

2011

Jürg Markus Fankhauser

Anderson – dr Lüchtturm

Regie: Reto Lang

Seit seine Frau ihn verlassen hat, lebt Anderson alleine im Leucht­turm 37B. Und seit dieser vom Festland aus mit Funk­signa­len ge­steuert wird, muss der ausgediente Turmwart sich dort versteckt halten. Über den Wellen, zwischen Gischt, Wolken und Möwen­geschrei steigert sich Anderson in Rache­fantasien und sabotiert die Funktion der Lampe mit diabolischer Besessenheit. Ein alter Freund der einzige, der von seinem mörderischen Tun weiss – ist machtlos. Ebenso die Techniker, die den stetig spukenden Leuchtturm reparieren sollen.

Originaltitel: «Leuchtturm»

2010

Theodor Fontane

Effi Briest

Regie: Ueli Remund

Die siebzehnjährige Effi heiratet auf Wunsch ihrer Eltern den zwanzig Jahre älteren Baron von Innstetten, einen Mann mit einer viel­ver­spre­chenden beruflichen Zukunft. So kommt sie in jungen Jahren schnell zu einem hohen gesell­schaftlichen Stand. Das ist es auch, was sich Effi unter Liebe vorstellt: Glück durch materiel­len Wohlstand und eine Heirat in hohe Kreise. Doch bald zeigt sich, dass sie in ihrer Ehe nicht glück­lich wird. In der Provinz, an der Seite eines leiden­schafts­losen Ehemanns, vereinsamt Effi, auch wenn sie bald eine Tochter und den rührenden Apotheker Gieshübler um sich hat. Und in dem Haus, in dem Effi lebt, spukt nachts ein toter Chinese. Da schafft Major Crampas Ab­len­kung. Er nimmt Effi mit auf ausgedehnte Spazier­gänge, während sich ihr Mann um die Karriere bemüht. Doch Jahre später kommt das Verhältnis, das Effi recht halbherzig mit Major Crampas betrieb, ans Licht. Innstetten, in seiner Ehre gekränkt, fordert Cramaps zum Duell.

2010 Kinderstück

Sven Nordqvist

Findus und der Hahn im Korb

Regie: Davina Siegenthaler Hugi

Kater Findus geniesst sein Leben auf Petterssons Hof in vollen Zügen. Sogar bei den Hühnern ist er der uneingeschränkte Star. Bis eines Tages der eitle Hahn Caruso auftaucht. Dieser bringt mit seiner Schmetter­stimme alles durcheinander: Die Hühner, die Hofordnung und somit des Katers ganze vertraute Welt. Zu allem Überdruss findet der alte Pettersson das Gekrähe auch noch schön. Ausser sich vor Wut und Eifersucht heckt Findus einen Plan aus, um das grässliche Hahnenvieh loszuwerden.

2009

Michael Frayn

Der nackte Wahnsinn

Regie: Ernst C. Sigrist

Es ist die letzte Nacht vor der Premiere und die Schauspieler ver­zweifeln an Ab- und Auf­gängen, der Verteilung von Taschen, Kartons und vor allem: diverser Teller Sardinen. Der Regisseur kann nur mühsam die Fassung bewahren. Wochen später ist es noch schlimmer: Die Eifersüchteleien der Schauspieler verhindern beinahe die nächste Aufführung. Die Zuschauer können das Stück diesmal nur hören, sehen dafür das Theater hinter den Kulissen: fliegende Kakteen, eine wandernde Whiskeyflasche, Eifersuchts­dramen, Mordversuche - es herrscht Krieg. Am Ende der Tournee ist vom ursprünglichen Stück nicht mehr viel übrig. Die Zuschauer sehen die letzte Aufführung wieder aus der Publikums­perspektive. Die Schauspieler kämpfen mit Im­provisation gegen das wachsende Chaos und ihre Mitspieler. Dabei erleben nicht nur die Sar­di­nen ihren endgültigen Untergang.

Originaltitel: «Noises Off»

2008

Alan Ayckbourn

Schöne Bescherungen

Regie: Rudolf Bobber

Jetzt wird erstmal der Baum fertig geschmückt, dann wird ein Gedicht aufgesagt, dann werden die Geschenke ausgepackt, dann sehen wir uns die Weihnachts­sendung im Fernsehen an und dann machen wir es uns gemütlich… Einmal im Jahr soll Schluss sein mit Hader und Streit – für ein paar Tage wenigstens. Harmonie heisst das Zauberwort zum Weih­nachts­fest. Weihnachten – das Fest der Liebe und der Familie, so auch im Hause Banker. Ein Treffen wie jedes Jahr. Doch der faden­scheinige Mantel der Liebe kann die schwelenden Konflikte nicht einmal mehr notdürftig be­decken: Das Fest der Liebe gerät zum Fiasko. Oberflächlich betrachtet erscheint die Komödie fast als Kla­motte. Doch dahinter verbirgt sich eine Gesellschaftskomödie mit intelligenter Psy­cho­logie und Charakteren aus Fleisch und Blut, die mit treffsicherer Ironie und Schärfe ge­zeichnet sind. Die gekonnte Mischung aus Tragik und Komödie macht den Reiz des Stückes aus.

Originaltitel: «Season's Greetings»

2007

Neil Simon

Gerüchte... Gerüchte

Regie: Kaspar Sigrist

Charley Brock, stellvertretender Bürgermeister von New York, gibt eine Party anlässlich seines 10. Hochzeitstages. Als die ersten Gäste, Ken und Chris Gorman, eintreffen, finden sie den Gastgeber mit einem durchschossenen Ohrläppchen vor. Seine Gattin, nebst Personal, ist spurlos ver­schwunden. Um einen Skandal um Charley Brock und vor allem um sich selbst zu verhindern, wird versucht, die Wahrheit vor den anderen Gästen geheim zu halten. Es ent­steht ein Lügengespinst, in dem sich die vier ge­ladenen Ehepaare verfangen und das selbst nach Bekanntgabe der scheinbaren Wahrheit für weitere Ver­wick­lungen sorgt.

Originaltitel: «Rumors»

Theater Zytig

2007 Kinderstück

Sven Nordqvist

Pettersson und Findus 

Regie: Renate Adam

Auf dem Bauernhof von Pettersson ist immer etwas los – dies besonders, weil sein Kater Findus drei Mal im Jahr Geburtstag hat und Pettersson dabei immer eine Pfannkuchentorte backen soll. Bis aber Geburtstag gefeiert werden kann, müssen Pettersson und Findus viele spannende Abenteuer bestehen. Einmal gilt es, den verschollenen Schlüssel aus dem Brunnen zu fischen, einen kaputten Fahrradreifen zu reparieren oder den Stier des Nachbarn zu überlisten. Dazu haben die beiden Hühner von Pettersson immer einen flotten Spruch und sparen nicht an treffenden Kommentaren. Aber Achtung: Auch der Fuchs treibt sich in der Gegend herum. Der mürrische Nachbar Gustavsson ist ihm dicht auf den Fersen...

Presse: Berner Rundschau